Xhaka, Bachmann, Rieder, Humm und Labeau sind die Besten des Jahres 2022

Anlässlich der Swiss Football Night wurden in einer gemeinsamen Veranstaltung des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) und der Swiss Football League (SFL) im Casino Bern die besten Schweizer Fussballerinnen und Fussballer des Kalenderjahres 2022 ausgezeichnet. Neben den Ehrungen der Besten standen nach drei Jahren Corona-Pause die feierliche Preisübergabe mit geladenen Gästen und das «Get-together» der Schweizer Fussballfamilie im Zentrum der Swiss Football Night.

Der beste Spieler des Jahres aus dem Schweizer Männer-Nationalteam, der Credit Suisse Male National Player 2022, heisst Granit Xhaka. Nur drei Spieler wurden von Murat Yakin im Kalenderjahr 2022 in allen 13 Spielen eingesetzt: Breel Embolo, Remo Freuler und Granit Xhaka. Captain Xhaka stand dabei in 1143 (von 1170 möglichen) Minuten auf dem Platz, Ende März im Länderspiel gegen den Kosovo als sechster Schweizer Spieler überhaupt zum 100. Mal im Nati-Trikot. Von der ausgezeichneten Form des 30-jährigen Baslers bei seinem Klub Arsenal hat auch das Nationalteam immer wieder profitiert – und wird es hoffentlich noch lange können.

Die Offensivspielerin Ramona Bachmann holte sich den Titel «Credit Suisse Female National Player 2022». Besser am Ball war vor Ramona Bachmann noch keine Schweizer Nationalspielerin. Ihre technischen Fähigkeiten haben der 32-jährigen Luzernerin Verträge bei einigen der bekanntesten Klubs Europas (Wolfsburg, Chelsea und aktuell Paris St-Germain) eingetragen. Im Nationalteam kann die intern sehr beliebte, weil bodenständige und teamdienliche Bachmann die Quote von 57 Treffern (einen davon sowie 2 Assists an der UEFA Women’s EURO 2022) in 129 Länderspielen vorweisen.

In der Schweizer Meisterschaft überragte ein Spieler alle anderen: Fabian Rieder ist Credit Suisse Super League Player 2022. Der Überflieger, der mit 18 Jahren in der höchsten Liga debütierte, mit 19 Jahren im Old Trafford gegen Manchester United ein Traumtor erzielte und mit 20 Jahren im WM-Auftaktspiel gegen Kamerun sein erstes Länderspiel und gegen Brasilien sein Startelfdebüt gab, befindet sich in seiner Karriere auf einem steilen Weg nach oben.

Brighton Labeau, der Publikumsliebling des FC Lausanne-Sport, wurde zum dieci Challenge League Player 2022 gewählt. Einst spielte Brighton Labeau zusammen mit Kylian Mbappé in der Nachwuchsmannschaft des AS Monaco - heute gehört er zu den torgefährlichsten Stürmern der zweihöchsten Schweizer Liga. Im ersten Halbjahr erzielte der 26-jährige Stürmer für seinen damaligen Klub, den FC Stade-Lausanne-Ouchy, 8 Tore. Im Sommer wechselte der Franzose mit Wurzeln auf Martinique innerhalb der Liga und der Stadt zum FC Lausanne-Sport. In den 18 Runden erzielte der kräftige Stürmer für den Aufstiegsaspiranten 11 Tore und liegt damit auf Rang 2 der Torschützenliste.

In der AXA Women’s Super League hiess die Überfliegerin des Jahres Fabienne Humm. Der Spruch «immer für ein Tor gut» passt zu keiner Spielerin in der AWSL so gut wie zu Fabienne Humm. Die 36-jährige Aargauerin ist beim Meister und Cupsieger FC Zürich die Torschützin vom Dienst. Deren 14 waren es in der Qualifikation, in den Playoffs kamen 2 dazu, eines davon war der Kopfball zum 2:2, mit dem die vierfache Torschützenkönigin die FCZ-Frauen im AWSL-Playoff-Final gegen Servette Chênois ins Penaltyschiessen «rettete». Mit 11 Treffern in 10 Spielen führt EM-Teilnehmerin Humm die Liste auch in der Saison 2022/23 wieder an.

Auch die Trophäe für den Credit Suisse Youngster 2022 ging an Fabian Rieder. Neben der Auszeichnung zum besten Spieler der Credit Suisse Super League sicherte sich der Solothurner auch den Titel für den besten Spieler unter 21 Jahren. Der 20-Jährige dirigiert bereits das Mittelfeld des BSC Young Boys, ist der Berner Feldspieler mit den meisten Spielminuten (1765 Minuten wettbewerbsübergreifend), hat 3 Tore und 3 Assists auf dem Konto und gab in der Meisterschaft bereits 27 Torschüsse ab.

Fachgremien bestimmten die Siegerinnen und Sieger
In den beiden Kategorien CSSL und DCL bestimmen die Trainer und Captains der 20 SFL-Klubs, die Coaches der Nationalmannschaften des SFV und ausgewählte Medienschaffende aus den Fussballressorts die jeweils drei Nominierten und den Gewinner. Auch die besten Spielerinnen der AWSL wählten die Coaches und Spielführerinnen der Liga. Bei allen anderen Kategorien bestand die Fachjury aus den Trainerinnen und Trainern der diversen Nationalmannschaften des SFV.

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